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Die

Hetzer  
Holzhallen

Die Hetzerhallen stehen für den Beginn des modernen Holzbaus: Das 1906 patentierte Prinzip gebogener Holzleimbinder machte wirtschaftliche, flexible und langlebige Konstruktionen mit großen Spannweiten möglich. Diese Erfindung revolutionierte den Holzbau und legte den Grundstein für die Holzbauweise, wie wir sie heute kennen.

I-Querschnitt

Die Hetzerbauweise revolutionierte den Holzbau: Durch das Verleimen dünner Brettschichten (15–45 mm) konnten Träger in Form und Länge frei gestaltet werden – auch parabolisch oder bogenförmig. Der Querschnitt war stets ein I-Profil mit ausgewogenen Proportionen zwischen Steg und Gurten, ideal für weitgespannte Tragwerke.

197773

Am 22. Juni 1906 wurde von Otto Hetzer das Deutsche Reichspatent Nr. 197773 bekanntgegeben. Es beschreibt die Herstellung gebogener Holzbauteile aus mehreren Langholzstäben, die in gewünschter Form gebogen und mit feuchtigkeitsbeständigem Bindemittel unter Druck verleimt werden. Dieses Verfahren bildet die Grundlage der Hetzerbauweise.

136 N/mm²

Beim Bau der deutschen Eisenbahnhalle auf der Weltausstellung in Brüssel 1910 konnte durch die Hetzerbauweise eine Spannweite von 43 m erreicht werden, was bei dem verwendeten Holzquerschnitt eine Biegespannung von 136 N/mm² ergab. Die bis dahin übliche Biegespannung von Vollholzquerschnitten betrug nur ca. 60–70 N/mm².

17. Februar 2021

Am 17. Februar 2021 stürzte die denkmalgeschützte „Große Hetzerhalle“ in Weimar ein – vermutlich wegen hoher Schneelast und erheblicher Vorschäden. Die Halle war Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet worden und stand zuletzt leer.

Die Hetzer Holzhallen

yr 1907 - 2021

  • Historischer Hintergrund
  • Nutzungsgeschichte
  • Eigentumsverhältnisse
  • Architektonische Besonderheiten
  • Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts verdrängten neue Bauweisen aus Eisen, Mauerwerk und Eisenbeton den traditionellen Holzbau nahezu vollständig aus dem Brücken- und Hallenbau, der bis dahin überwiegend handwerklich gefertigt wurde. Dennoch blieb in Deutschland die lange Tradition nachhaltiger Forstwirtschaft und damit auch der Holzbau bestehen. Mit den Weimarer Hetzerhallen und dem 1906 patentierten Verfahren wurde gezeigt, dass sich durch ingenieurtechnische Erkenntnisse neue Techniken im Holzbau entwickeln ließen. Diese Innovation ermöglichte nach dem Ersten Weltkrieg einen wirtschaftlichen und ökologischen Wiederaufbau und führte zur Entstehung des Holzleimbinders, wie wir ihn heute kennen.
  • Die beiden Hallen in Weimar wurden ursprünglich von Otto Hetzer als Produktionsstätten für seine patentierte Leimholzbauweise errichtet. Während der NS-Zeit vermutlich militärisch genutzt, dienten sie in der DDR verschiedenen staatlichen Industriebetrieben als Lager- und Werkhallen. Nach der Wende 1990 standen sie zeitweise leer, wurden zeitweilig kulturell genutzt und später als Lager- und Verkaufshallen verwendet. Am 17. Februar 2021 stürzte die große Hetzerhalle infolge starker Schneelast ein; die dabei beschädigte kleinere Halle wurde noch im selben Jahr abgetragen.
  • Die Eigentumsverhältnisse der Hetzerhallen änderten sich im Laufe der Zeit mehrfach. Ursprünglich befanden sich die Gebäude im Besitz der Otto Hetzer Holzbau- und Holzpflege AG. Nach der Stilllegung des Güterbahnhofs in den 1990er Jahren und der Auflösung des Unternehmens gingen die Hallen um die Jahrtausendwende in private Eigentumsverhältnisse über.
  • Die Hallen waren weltweit mit die ersten industriell errichteten Gebäude mit gekrümmten Brettschichtholzbindern. Die Tragstruktur bestand aus einer bogenförmigen Holzbinderrahmenkonstruktion, während die Außenwände meist aus Backsteinmauerwerk bestanden. Die gebogenen Träger gaben dem Innenraum eine klare, elegante und rhythmische Struktur.
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Tauche ein in das Tragwerk der Hetzer Holzhhallen

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Die Hetzerbauweise
Die große Hetzerhalle
Die kleine Hetzerhalle
Der Rahmen der großen Hetzerhalle
Der Rahmen der kleinen Hetzerhalle
Anwendungsbeispiele des patentierten Hetzerträgers

Die Hetzerbauweise

Die große Hetzerhalle

Die kleine Hetzerhalle

Der Rahmen der großen Hetzerhalle

Der Rahmen der kleinen Hetzerhalle

Anwendungsbeispiele des patentierten Hetzerträgers

Die Hetzerbauweise

Die große Hetzerhalle

Die kleine Hetzerhalle

Der Rahmen der großen Hetzerhalle

Der Rahmen der kleinen Hetzerhalle

Anwendungsbeispiele des patentierten Hetzerträgers

Die Hetzerbauweise

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts befand sich der traditionelle Holzbau in einer schwierigen Lage. Neue Baustoffe wie Stahl und Beton hatten ihn aus dem Brücken- und Hallenbau nahezu verdrängt. Nur im Wohnbau und bei kleineren Spannweiten blieb Holz weiterhin üblich. Der Weimarer Hofzimmermeister Otto Hetzer erkannte in dieser Situation die Chance, den Holzbau durch neue technische Verfahren zu modernisieren und seine Leistungsfähigkeit wiederherzustellen.
Um die Jahrhundertwende gelang Otto Hetzer ein entscheidender Fortschritt:
Er entwickelte ein Verfahren, bei dem mehrlagige Holzbohlen dauerhaft miteinander verleimt werden konnten. Diese Technik machte es möglich, Tragwerke mit nahezu beliebiger Krümmung und Form zu fertigen - unabhängig von den natürlichen Dimensionen des Holzes. Damit wurde der Weg für eine industrielle Herstellung großer Holztragwerke geöffnet, die statisch effizient und wirtschaftlich waren.
Im Jahr 1906 erhielt Hetzer das Deutsche Reichspatent Nr. 197773. Dieses Patent beschreibt Tragwerke aus mehreren verleimten Holzlamellen, die durch ein feuchtigkeitsbeständiges Bindemittel unter Druck in eine gewünschte, gebogene Form gebracht werden. Die so hergestellten Holzstücke konnten ohne Formveränderung als tragende Elemente in Dachkonstruktionen dienen. Die Erfindung bot den Vorteil, dass die Binderform an die statischen Erfordernisse (Trägerhöhe) anpassbar war. Durch diese gezielte Dimensionierung konnte Material eingespart werden.
Durch den Aufbau aus mehreren verleimten Holzlamellen konnten die Hetzerbinder nicht nur gebogen, sondern auch gezielt im Querschnitt gestaltet werden. So ließen sich rechteckige, I-, C- oder T-förmige Träger herstellen, deren Höhe und Breite den jeweiligen Biegebeanspruchungen angepasst waren. Für Steg und Flansche konnten je nach Belastung unterschiedliche Holzarten verwendet werden. Damit war es erstmals möglich, Träger mit konstanter Biegungsfestigkeit zu formen – ein Prinzip, das sich deutlich von metallischen Trägern unterschied. Große Binder wurden in transportfähigen Segmenten gefertigt und erst auf der Baustelle mit eisernen Laschen verbunden.
Nach 1900 trat Otto Hetzer jun. (geb. 1876) in das Unternehmen seines Vaters ein, nachdem er an der Technischen Hochschule Berlin-Charlottenburg Architektur studiert hatte. Nach zeitgenössischen Berichten dürfte er maßgeblich an der Weiterentwicklung der gebogenen Holzleimbinder beteiligt gewesen sein. Er engagierte sich besonders für die Verbreitung der freitragenden Hetzerbinder sowie für den Verkauf von Lizenzen und Patenten im In- und Ausland. Die Erprobung der ersten gebogenen Binder erfolgte auf dem neuen Werksgelände in Weimar – ein Meilenstein für die praktische Umsetzung der Hetzerbauweise.
Der große Erfolg kam 1910 auf der Weltausstellung in Brüssel. Dort wurde eine Ausstellungshalle der Deutschen Reichsbahn mit einer Spannweite von 43 Metern errichtet - damals ein Rekord für Holzkonstruktionen. Die von der Münchener Firma Kügler und Steinbeis & Cons. aus Rosenheim gebaute Halle bewies eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit der Hetzerbauweise.
Bereits 1909 wurden die Hetzer-Patente in die Schweiz verkauft. Das Zürcher Ingenieurbüro Terner & Chopard übernahm die Rechte und setzte die Bauweise in zahlreichen Projekten um - darunter die Reithalle in St. Moritz und die Kuppeln der Universität Zürich. Damit wurde die von Weimar aus entwickelte Hetzerbauweise zu einem international angewandten Ingenieurprinzip, das den modernen Holzleimbau entscheidend prägte.
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Die große Hetzerhalle

Die Weimarer Hetzerhalle ist ein frühes Beispiel für die Anwendung der Hetzerbauweise im Hallenbau. Auf Basis des von Otto Hetzer entwickelten Holzleimbau-Patents zeigt sie, wie gebogene Leimholzträger große Spannweiten mit hoher Materialeffizienz ermöglichen. Im Folgenden wird die große Hetzerhalle betrachtet – ihr konstruktiver Aufbau, das Tragwerk und das zugrunde liegende ingenieurtechnische Konzept.
Die große Hetzerhalle misst rund 27 m in der Breite und bis zu 54 m in der Länge. Mit einer Spannweite von etwa 25 m und einer Firsthöhe von rund 9 m ermöglicht sie einen weitgehend stützenfreien Innenraum.
Das Tragwerk besteht aus vier biegesteifen Zweigelenkrahmen aus gebogenen Holzleimbindern, die in einem Achsabstand von etwa 9 m angeordnet sind. Jeder Rahmen setzt sich aus drei vorgefertigten Leimholzelementen zusammen, die über Montagestöße verbunden wurden. Ergänzt werden sie durch ein Zugband, das die horizontale Aussteifung unterstützt.
Die Dachlasten werden über eine Dachhaut aus Holzbohlen aufgenommen und zunächst in quer verlaufende Vollholzbalken eingeleitet. Von dort erfolgt die Lastweiterleitung über sechs Leimholzpfetten in die gebogenen Rahmenbinder. Diese führen die Kräfte kontrolliert in die Fundamente und schließlich in den Baugrund – ein effizientes System für große Spannweiten im Holzbau.
Auch die Pfetten sind als Leimholzbinder mit I-Querschnitt ausgeführt. Sie verbinden die Rahmenbinder und übernehmen Vertikallasten und die Lastverteilung in horizontale Längsrichtung. Ihre Konstruktion zeigt, wie konsequent die Hetzerbauweise bei der Ausführung der großen Halle zum Einsatz kam.
In Querrichtung übernehmen die biegesteifen Zweigelenkrahmen die Aussteifung der Halle. In Längsrichtung koppeln sechs Leimholzpfetten die Rahmenbinder. Zusätzlich stabilisiert eine schräg angeordnete Giebelwand mit fachwerkartiger Ausbildung die Konstruktion.
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Die kleine Hetzerhalle

Die Tragstruktur der kleinen Hetzerhalle folgt denselben konstruktiven Grundprinzipien wie die große Halle, ist jedoch auf geringere Spannweiten und Lasten ausgelegt. Im Folgenden wird ihr Tragkonzept, der Lastabtrag und die Aussteifung näher beschrieben.
Die kleine Hetzerhalle misst rund 34 m in der Länge und 20 m in der Breite. Bei einer Spannweite von etwa 19 m und einer Firsthöhe von 6,4 m tragen sechs gebogene Holzleimbinder das Dach. Die Hauptrahmen sind im Abstand von ca. 5,3 m angeordnet und bilden die primäre Tragstruktur.
Die Dachlasten werden über parallel zu den Rahmen verlegte Holzbretter aufgenommen und in quer verlaufende Vollholzbalken eingeleitet. Von dort erfolgt der direkte Lastabtrag in die gebogenen Rahmenbinder, weiter über die Stützen und Fundamente in den Baugrund. Abhubkräfte werden konstruktiv über Fundamentverankerungen aufgenommen.
Die Queraussteifung übernehmen die biegesteifen Hauptrahmen selbst. Zusätzliche diagonale Streben in den Rahmenecken leiten horizontale Kräfte gezielt ab und erhöhen die Stabilität der Konstruktion gegenüber Wind- und Querlasten.
In Längsrichtung wird die Halle nach Fertigstellung durch gemauerte Wände zwischen den Stützen (24 cm) ausgesteift. Während der Bauphase übernahmen Balken auf den Zugbändern diese Funktion. Jeder Rahmen wurde in zwei Teilen gefertigt und über einen Montagestoß in der Feldmitte verbunden.
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Der Rahmen der großen Hetzerhalle

Die Tragstruktur der großen Hetzerhalle wird wesentlich durch ihre Hauptrahmen bestimmt. Im Folgenden wird deren konstruktiver Aufbau, Querschnittsausbildung und Fügung näher erläutert.
Die Hauptrahmen bestehen aus gebogenen Holzleimträgern in Form biegesteifer Zweigelenkrahmen. Ihre Geometrie folgt dem Kraftfluss und ermöglicht große Spannweiten bei vergleichsweise geringem Materialeinsatz.
Die Rahmenbinder besitzen einen I-förmigen Querschnitt mit variabler Höhe: bis zu 600 mm in den Rahmenecken, etwa 500 mm in Feldmitte und am Fuß. Diese Abstufung entspricht der Biegebeanspruchung und reduziert den Holzbedarf gezielt.
Die Rahmen sind aus vorgefertigten Segmenten aufgebaut und über Montagestöße im Stegbereich verbunden. Eisenlaschen sichern die Kraftübertragung. Die Pfetten werden direkt auf den Rahmen gestoßen und koppeln diese in Längsrichtung konstruktiv miteinander.
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Der Rahmen der kleinen Hetzerhalle

Die Tragwirkung der kleinen Hetzerhalle wird wesentlich durch ihre Rahmenecken bestimmt. Hier verbindet sich der gebogene Leimholzbinder mit Stützen, Zugband und Diagonalen zu einem kompakten, konstruktiv klar ablesbaren System.
Die Rahmen sind als Zweigelenkrahmen ausgeführt. Sie bestehen aus einem gebogenen Leimholzbinder mit zusätzlichem Zugband, das horizontale Schubkräfte aufnimmt. Der Rahmen lagert gelenkig auf den Fundamenten und erlaubt so kontrollierte Verformungen unter Last.
Die Rahmenecke ist über ein Fachwerksystem aus Vollhölzern biegesteif ausgebildet. Eine diagonale Strebe verbindet Binder und Stütze und leitet horizontale Kräfte gezielt ab. Eine Keilverbindung sorgt für eine Kraftschlüssige Verbindung zwischen Binder und Zuggurt. Die Rahmenecke übernimmt eine zentrale Rolle für die Queraussteifung der Halle.
Der gebogene Leimholzbinder ist als I-Träger mit einem Querschnitt von ca. 440 × 160 mm ausgeführt und sorgt für hohe Biegesteifigkeit bei geringem Materialeinsatz. Stützen und Diagonalen bestehen aus Vollholz (140 × 160 mm), das Zugband misst 140 × 140 mm.
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Anwendungsbeispiele des patentierten Hetzerträgers

Zu den ersten Anwendern des von Otto Hetzer patentierten Leimholzbinders zählte das Zürcher Ingenieurbüro Terner & Chopard. Bereits kurz nach dem Patenterwerb setzten sie das System im Brücken- und Hallenbau ein und entwickelten den Hetzerträger in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts maßgeblich weiter. Die folgenden Beispiele zeigen frühe Anwendungen in der Schweiz.
Ein provisorischer Fußgängersteg in Beaulieu bei Lausanne zählt zu den frühesten Anwendungen des Hetzerbinders im Brückenbau. Er demonstriert das Potenzial der neuen Holzleimbauweise für leichte und schnell zu errichtende Konstruktionen.
Der Fußgängersteg über die Wiese bei Basel überspannt 33 m bei einem Binderabstand von 2,80 m und einer Nutzlast von 350 kg/m². Das Bauwerk belegt die Tragfähigkeit und Dauerhaftigkeit der Hetzerbinder im Infrastrukturbau.
Die Sängerfesthalle in Küsnacht bei Zürich (1911) erreichte eine Spannweite von rund 30 m. Sie gehört zu den frühen großmaßstäblichen Hallenbauten in Hetzerbauweise und zeigt die Eignung des Systems für weit gespannte Versammlungsräume.
Die Turnhalle in Ziegenrück nutzt Hetzersche Fachwerkbinder, die das Prinzip des gebogenen Leimholzes weiter variieren. Die Konstruktion verdeutlicht die Anpassungsfähigkeit des Systems an unterschiedliche Tragwerksformen.
Die Reithalle in St. Moritz im Bau zeigt die Hetzerbinder mit einer Spannweite von 19,80 m während der Montage.
Im fertigen Zustand offenbart die Reithalle St. Moritz die räumliche Wirkung der Konstruktion. Die Hetzerbinder ermöglichen eine stützenfreie Halle mit klarer Tragstruktur.
Belastungsversuche mit Hetzerbindern wie diese aus den 1920er Jahren lieferten die Grundlage für das wachsende Vertrauen in den Leimholzbau und ebneten den Weg für dessen zunehmende Anwendung im Bauwesen.
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Wo standen die verlorenen Bauwerke? Entdecke sie auf der Karte.

Berlin

Die Großgaststätte Ahornblatt

Diese Beton Schalenkonstruktion mit Doppelkrümmung ermöglichte große Spannweiten unter geringem Materialeinsatz. Die futuristische Form prägt das Berliner Stadtbild über die DDR Zeit hinaus.

Berlin

Die Bauakademie

Dieser Mauerwerks-Skelettbau ist ein Typenbau mit einheitlichem Stützenraster, bestehend aus rippenverstärkten Kappendecken, Mauerwerksstützen und -bögen, der Maßstäbe für wirtschaftliches und funktionales Bauen in ganz Preußen setzte.

Berlin

Der Anhalter Bahnhof

Dieser Mauerwerksbau mit gelenkig-gelagerten Eisenfachwerkbogenbindern verbindet Berlin mit der Welt. Ein Bahnhof, dessen innovative Dachkonstruktion damals die größte Spannweite Europas aufwies.

Berlin

Der Alte Kaisersteg

Diese Eisenfachwerkbrücke mit Spannbogen und Mittelgelenk verbindet zwei Stadtteile Berlins. Mit einer Hauptspannweite von 86 Metern ist sie ein technisches Meisterwerk ihrer Zeit und steht für innovative Brückenkonstruktionen des späten 19. Jahrhunderts.

Schmehausen

Der Seilnetzkühlturm

Der Seilnetzkühlturm des Atomkraftwerks Hamm-Uentrop in Schmehausen ist weltweit einzigartig in seiner Konstruktionsweise. Das tragende Netz aus Stahlseilen ersetzt traditionelle Betonstrukturen und ermöglicht so eine besonders leichte und effiziente Bauweise.

Munich

Der Glaspalast

Diese Konstruktion aus Gussstahl und Glas wird 1854 dank innovativer industrieller Fertigungsverfahren in kürzester Zeit errichtet. Obwohl als temporäres Bauwerk geplant, prägte es über 75 Jahre hinweg mit seinen Ausstellungen Münchens Ruf als Kunststadt.

Weimar

Die Hetzer Holzhallen

Die Holzhallen der Otto Hetzer AG basieren auf einem im Jahre 1906 patentierten Konstruktionsprinzip: verleimte und gebogene Holzbauteile, die große Spannweiten ermöglichten – eine bahnbrechende Innovation im Holzbau.

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